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In Kempen wurden die Karten neu gemischt

Venezia H siegte in der Dressur. Foto: MR graphics/Rögels

Nachdem die ersten beiden Qualifikationen zum diesjährigen Pavo-Jungpferde-Cup am gleichen Wochenende stattfanden und einige Reiter somit gleich zweifach auf Punktejagd gingen, wurden die Karten im Rahmen der dritten Qualifikation neu gemischt. Diese wurde am Wochenende des 11. bis 13. Mai beim RFV Schmalbroich-Kempen ausgetragen und lockte zahlreiche Reiter mit ihren jungen Pferden auf dessen großzügiges Turniergelände.

In der Dressur siegte mit Venezia H eine sechsjährige Rheinländerstute von Vitalis x Rhythmus. Die schmucke Braune präsentierte sich eindrucksvoll in dieser Dressurpferdeprüfung der Klasse L und konnte schließlich, mit Goldschleife und Siegerdecke ausgestattet, die Ehrenrunde anführen. Sie wurde vorgestellt von Caterina Clingen, am Start für die RSG Niershof Mönchengladbach. Die Richter zollten dem Auftritt der beiden mit folgenden Noten Anerkennung: Im Trab gab es eine 8,0 und Schritt, Galopp, Durchlässigkeit sowie Gesamteindruck wurden jeweils mit einer 7,5 bewertet. Somit erbrachte die Gesamtnote 7,6 den Sieg. Wenn auch nur knapp, denn mit einem Ergebnis von 7,5 reihten sich Floxana V und ihre Reiterin, Anna-Lena Niehoff, dicht dahinter auf Rang zwei ein. Die Reiterin vom Ländl. ZRFV Haltern am See setzte ihre fünf Jahre junge Rheinländerstute (Florentinus V x Lord Loxley I) ebenfalls gekonnt in Szene. Für den Trab kassierte das Paar gleichfalls eine 8,0, für den Schritt eine 7,0 und für Galopp, Durchlässigkeit sowie Gesamteindruck eine 7,5. Zu Platz drei trabte eine sechsjährige niederländisch gezogene Stute namens Dancing Soulmate, abstammend von Jazz x Negro. Ihre Grundgangarten wurden durchweg mit der Note 7,5 ausgezeichnet, ebenso wie der Gesamteindruck, einzig in der Durchlässigkeit vergaben die Richter eine 7,0. Über das Gesamtergebnis von 7,4 und die weiße Schleife freute sich die im Sattel sitzende Nina Gottschling, reitend für den RV Reitpark Eller.

Das Springen entschied Happinez für sich. Foto: privat

Nicht nur im Dressurviereck, sondern auch im Parcours zeigten die vierbeinigen Nachwuchstalente an diesem Wochenende starke Leistungen. So führte die Springpferdeprüfung der Klasse L mit der Bestnote 7,8 Happinez an. Die 2012 geborene, niederländisch von Azteca VDL x Burggraaf abstammende Stute wurde von Jule Hinckers sicher und manierlich präsentiert. Für seine gelungene Vorstellung erhielt das für den RFV von Driesen Asperden-Kessel startende Paar ebenfalls die Ehrenschleife in Gold sowie die Siegerdecke des Sponsors Pavo Pferdenahrung GmbH, den Antje Bossig persönlich vor Ort vertrat. Zu einer 7,4 und Rang zwei galoppierte Braxton unter dem Sattel von Kira Meissner (RFV Xanten). Dieser sechsjährige Rheinländerwallach stammt ab von Balou du Rouet x Lancer II und kann ebenso auf eine erfolgreiche Zukunft im Springsport gespannt sein. So allerdings auch die gerade einmal fünfjährige Mrs Millhouse, die in Kempen mit der Wertnote 7,1 Platz drei belegte. Denn auch diese von Monte Cain x Lexus abstammende Westfalenstute überzeugte unter Verena Feller-Leimner vom RV Lippe-Bruch-Gahlen im Parcours.

Verena Feller-Leimner ist es übrigens auch, die nach der dritten von insgesamt acht Cup-Stationen die derzeitige Springwertung anführt. Mit ihrer erfolgreichen Teilnahme an der Kempener Wertung konnte sie Michelle Lachmann überholen und führt das Feld mit 127 Punkten an. 100 Punkte bleiben es weiterhin für Michelle Lachmann, die in Praest und Rhede einen beachtlichen Doppelerfolg feierte. Platz drei teilen sich mit 90 Punkten Karolin Exner und Jule Hinckers. In der Dressur hat Helena Kamper, die schon 2017 sehr erfolgreich an diesem speziell für Amateurreiter entwickelten Cup teilnahm, die Führung inne. Mit 143 Punkten liegt sie deutlich vor Caitlin Bohm und Indra Schwarma, die bisher 125 beziehungsweise 120 Punkte gesammelt haben.

Inzwischen ist der Pavo-Jungpferde-Cup in seiner dritten Runde also sprichwörtlich ins Rollen gekommen und macht es einmal mehr spannend. Welche Reiter werden in diesem Jahr mit ihren Nachwuchspferden ins Finale einziehen und um den Gesamtsieg kämpfen? Wen wird man darüber hinaus zum Trainingstag bei Helen Langehanenberg und Marcus Ehning wieder treffen? Fragen, über die nur die anstehenden Qualifikationen entscheiden können. Dabeisein lohnt sich also!