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Großartiges Finale in Düren

Andre Kolmann, Rolf-Peter Fuß und Dürens Bürgermeister Paul Larue gratulierten dem siegreichen Dressurteam des RC Steinberg. Foto: Ingo von Knobloch

Wie in den Jahren zuvor wurde auch 2017 das Finale zum Jugend-Vereins-Championat Rheinland im Rahmen der Rheinischen Mannschaftschampionate in Düren ausgetragen. Natürlich sorgten die Mitglieder und Helfer rund um Dr. Roger Haunhorst, den Vorsitzenden des gastgebenden Reit- und Fahrvereins Deutschritter Düren 1926, für beste Bedingungen vor Ort. Darüber hinaus machten spannende Entscheidungen, tolle Leistungen und volle Zuschauerränge den Finaltag am 26. August zu einem echten Event mit super Stimmung – und auch das Wetter ließ keine Wünsche offen.

Los ging es auf dem Dressurplatz, wo die Vereinsmannschaften zum Finale eine Kür auf A**-Niveau zeigten. Im Laufe der Saison hatten die Reiter und Pferde unter Anleitung ihrer Mannschaftsführer gemeinsam ihr Können in Mannschafts-A-Dressuren unter Beweis gestellt, nun wurde in der Kür noch einmal vermehrt das Augenmerk auf ein harmonisches Miteinander gelegt und dazu der Schwierigkeitsgrad erhöht. Alle Teams meisterten diese Aufgabe mit Bravour und sorgten mit schönen Choreographien und abwechslungsreicher musikalischer Untermalung für Begeisterung. Seiner Favoritenrolle gerecht werden konnte der Reitclub Steinberg, der mit einer fein abgestimmten, wohlpassenden Darbietung das Dressurfinale für sich entschied. Schon bei den Qualifikationen hatte der Verein aus Wuppertal sogar mit zwei Teams auf sich aufmerksam gemacht und mehrere Male den Sieg eingefahren. In Düren schickten die Steinberger nun Melina Ide mit Cattaldo, Vanessa Amrhein mit Spirit, Sabrina Balzer mit La Diva Leonie E. und Celine Nadine Hoffmann mit Syala ins Rennen. Mannschaftsführerin Teresa Mönnikes hatte ihre Schützlinge gut vorbereitet und die vier Starterinnen überzeugten sowohl reiterlich als auch gestalterisch. In der A-Note erhielten sie eine 7,7, in der B-Note eine 7,9, und insgesamt 15,60 Notenpunkte erbrachten ihnen einmal mehr die Goldschleifen in diesem Cup. Dicht auf den Fersen waren den Siegern allerdings die für den Reit- und Fahrverein Porz startenden Teilnehmer, die sich mit 15,40 Gesamtpunkten nur knapp geschlagen geben mussten. Joelle Ak, Vanessa Emmerich, Saskia Schulz und Merle Trautmann erritten mit ihren Pferden Carlita, Bocelli, Hamilton und Leonidas eine 7,4 in der A-Note und erhielten eine tolle 8,0 als B-Note. Auch sie zeigten eine Kür auf hohem Niveau, die – natürlich auch zur Freude von Mannschaftsführerin Marion Engels-Gersbeck – mit dem Silberrang belohnt wurde. Den dritten Treppchenplatz sicherten sich Vivien Kohler, Jennifer Görsmeyer, Michelle Leeling und Melissa Stein vom Reit- und Fahrverein Niermannshof. Sie hatten Daddy`s Defender, Donnarika, Natan und Coeur de l’air gesattelt, als Mannschaftsführerin komplettierte Celina Görsmeyer das Team. Für diese Reiterinnen schlugen 14,60 Notenpunkte, davon 6,8 aus der A-Note und 7,8 aus der B-Note, zu Buche.

Im Finalspringen siegte der RFV Jan von Werth Jülich. Foto: Ingo von Knobloch

Und auch im Springfinale wurden die Anforderungen im Vergleich zu den A-Springen aus den Qualifikationen noch einmal höhergeschraubt: In Düren mussten sich die Starter in einer A**-Prüfung mit zwei Umläufen beweisen. Wie im Viereck zeigten auch im Parcours die Finalisten Nerven und Teamgeist und waren mit Begeisterung bei der Sache. So auch die Vereinsmitglieder, die am Rand bis zur letzten Sekunde mitfieberten. Das Bestergebnis in dieser Disziplin erzielte der Reit- und Fahrverein Jan von Werth Jülich, dessen vier Reiter es als einzige Mannschaft schafften, aus beiden Umläufen mit insgesamt nur vier zählenden Strafpunkten zu kommen. Für dieses tolle Ergebnis und eine Zeit von 154,08 Sekunden wurden Veronique Klaßen, Paula Pahl, Celina Terjung und Sonja Plützer mit dem Gesamtsieg belohnt. Mit Chapeau Claque S, Ladybird, Junkbrunnen’s Perfectly You und Jacarta S zogen sie strahlend auf die abschließende Ehrenrunde, und auch Mannschaftsführerin Astrid Kieven stand die Freude ins Gesicht geschrieben. Den zweiten Platz ersprangen Kimberly Malek, Emma Hartmann und Julia Haiminger unter der Mannschaftsführung von Anke Aigner-Bolten für den Reitverein Enzen-Euskirchen 1948. In den Sätteln von Cosma, Polys Pearl und Contissimo kamen sie auf insgesamt acht Strafpunkte in 143,29 Sekunden. Ebenfalls acht Strafpunkte und dabei 148,06 Sekunden erbrachten dem Team des Reit- und Fahrvereins Eicherscheid 1972 die weißen Schleifen für Platz drei. Für diesen Verein ritten Lena Breuer, Lena Küpper, Dustin Löhrer sowie Anna Katharina Lozusic mit Ilvy, Joly’s Aramis, Cherlock und Scarabee, die Mannschaftsführung hatte Jutta Breuer inne.

Auch in der kombinierten Wertung, dem Super-Championat, ging der Sieg an den RC Steinberg. Foto: Ingo von Knobloch

Traditionell legt das Jugend-Vereins-Championat Rheinland den Fokus seiner Förderung neben Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt auch auf eine vielseitige Ausbildung. Und so wurden auch 2017 die Vereine, die ihre Mannschaften sowohl in der Dressur als auch im Springen an den Start schickten, besonders geehrt – nämlich in der kombinierten Wertung um das Super-Championat. Hier hatten sich die bestplatzierten Vereine bereits im Laufe der Saison ein knappes und spannendes Duell geliefert und sowohl im Dressurviereck als auch im Springparcours zahlreiche wertvolle Platzierungen gesammelt. Die Gesamtpunkte aus den Qualifikationen wurden mit dem 2,5-fachen Wert der Finalpunkte zusammengerechnet, und somit nicht nur hohe Leistungen, sondern auch die Teilnahme an möglichst vielen Wertungsprüfungen belohnt. Den Sieg sicherte sich nun der Reitclub Steinberg, der mit insgesamt 617,5 Punkten haarscharf vor dem Reit- und Fahrverein Niermannshof mit 616,5 Punkten lag. Über Platz drei in dieser Wertung freute sich der Reit- und Fahrverein Jan von Werth Jülich mit 614,5 Punkten. Um die Bedeutung des Super-Championats zu unterstreichen, gab es neben Geldpreisen für die einzelnen Prüfungen besondere Finanzspritzen für die hier erfolgreichen Vereine. Diese konnten sich nämlich über ganze 750, 500 und 250 Euro Zuschuss für ihre Kassen freuen. Für insgesamt acht Reiter des Reitclubs Steinberg gibt es zudem ein Trainingswochenende in Dressur und Springen im Pferdesportzentrum Rheinland.

Tatkräftige Unterstützer im Piratenkostüm: So sicherten sich die Steinberger auch den Fanpreis. Foto: Ingo von Knobloch

Nicht weniger traditionell und schön ist aber auch die Auslobung eines Fanpreises an den Verein mit den meisten, den lautesten oder den kreativsten Unterstützern. Und auch auf diesem Gebiet war der Reitclub Steinberg überaus erfolgreich. Zum Finale in Düren hatten sich nämlich nicht nur die zahlreich angereisten Mitglieder verkleidet, sondern auch die Reiter. Während die Wuppertaler Fans als Piraten mit Hüten, Tüchern und Schildern für Motivation und gute Laune sorgten, traten die Reiter mit einem roten Piratenhalstuch die Finalprüfungen an. Kein Wunder also, dass auch der Fanpreis – und damit weitere 250 Euro – an den Reitclub Steinberg ging, der mit gleich drei Siegen im Finale und einigen weiteren Erfolgen aus den Wertungen ein absolut positives Fazit aus dieser Cup-Saison ziehen kann.

Das kann aber auch Rolf-Peter Fuß, Vorstand des den Cup großzügig sponsernden Pferdesportverbands Rheinland, der 2017 schon alle Qualifikationsturniere und natürlich auch das Finale begleitet hatte. In Düren konnten sich die besten Teams nicht nur über die prächtigen Schleifen, sondern einmal mehr auch über hochwertige Ehrenpreise der Pharmaka GmbH aus Essen freuen. Allen Teilnehmern gratulierte Rolf-Peter Fuß persönlich, und er hatte anlässlich des Finales noch mehr tolle Preise im Gepäck. So erhielten die drei bestplatzierten Mannschaften im Super-Championat edle USB-Sticks und Schlüsselanhänger im PSVR-Look. Nicht zuletzt gab es vom Veranstalter zur Verfügung gestellte Siegerdecken für die besten Pferde des Tages, die zusammen mit ihren Reitern großartige Leistungen für ihre Vereine erzielten und zum Tagesabschluss eine flotte Ehrenrunde genossen.