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Anja Raguse und Michelle Tillemans sind die Finalsieger

Zweifach-Dressursiegerin Anja Raguse mit Nathalie Schipp und Dr. Wilhelm Schulte-Beckhausen. Foto: Martin Schütte/HorsePowerPictures

Ein großartiges Finale für einen großartigen Cup: Am 24. September ging mit dem Finalturnier in Unna-Massen die diesjährige Höveler-Ü40-Cup-Saison zu Ende. Um den Gesamtsieger in Dressur und Springen zu ermitteln, trafen sich die besten Teilnehmer des Jahres im Reitsportzentrum Massener Heide, wo das Veranstalter-Team mit hervorragenden Bedingungen, tollem Flair und reibungsloser Organisation für eine rundum gelungene Veranstaltung sorgte. 

Von den Höveler Spezialfutterwerken, die diesen besonderen Cup für Reiter ab 40 nun schon in der dritten Runde sponsern, waren Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schulte-Beckhausen und Daniela Gentz, bei Höveler tätig in Marketing und Vertrieb, vor Ort, um die Ritte zu verfolgen und schließlich „ihren Reitern“ persönlich zu gratulieren. Auch Andrea Jonas und Nathalie Schipp von der den Cup betreuenden PEMAG – Pferdesport Service und Marketing AG ließen sich das große Finale natürlich nicht entgehen. Bestens vorbereitet erwartete man also die Finalisten, die ihre vierbeinigen Sportpartner sogar in einer eigens für sie reservierten Stallgasse unterbringen konnten. Dieses Angebot nutzten einige der Teilnehmer gern, wollten sie doch die Auftritte ihrer Mitstreiter nicht verpassen und in Ruhe die Turnieratmosphäre genießen. Denn einmal mehr zeigte das diesjährige Finale, dass die Reiter untereinander mitfieberten und sich weniger als Konkurrenten, sondern mehr als Kollegen betrachteten. Der Zusammenhalt unter den Reitern und die entspannte Atmosphäre sind inzwischen feste Markenzeichen des Höveler-Ü40-Cups, der zwar natürlich in erster Linie den Sport fördert, aber eben auch darüber hinaus positiv in der Szene wirkt. Nicht ohne Grund erfreute sich diese Turnierserie also auch 2017 großer Beliebtheit, und es ritten 17 Dressur- und elf Spring-Finalisten um die beiden Titel des Gesamtsiegers.

In der Dressur mussten die Teilnehmer im Finale nicht nur reiterlich überzeugen, sondern auch ihr gestalterisches Geschick unter Beweis stellen. Denn es war nicht – wie in den Qualifikationen – eine reguläre Dressurprüfung der Klasse L gefordert, sondern eine Kür zu Musik. Abwechslungsreich und spannend ging es demnach im Viereck zu, doch platziert wurde schließlich ganz nach dem Motto „Die Ersten werden die Ersten sein!“. Denn Anja Raguse und Sir Riccione legten als erstes Starterpaar ordentlich vor. Die für den Ländl. ZRFV Volmarstein startende Reiterin und ihr achtjähriger Oldenburgerwallach konnten die Richter gleich zu Beginn vollends überzeugen und zur Vergabe von großzügigen Achternoten bewegen. Das Finale nahmen die Richter zum Anlass, jeden Teilnehmer vorzustellen und den Ritt im Anschluss zu kommentieren – eine tolle Geste, die zum einen für noch mehr Geselligkeit und zum anderen für leichte Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse sorgte. Anja Raguses Vorstellung lobten Hermann Erver und Georg van den Boom entsprechend und rechneten ihr insbesondere die kreative Linienführung, die passende Musikauswahl, den hohen Schwierigkeitsgrad und die deutlich sichtbare Harmonie zwischen Reiter und Pferd hoch an. Eine 8,5 erhielt sie somit in der A-Note, und eine 8,7 gab es in der B-Note. Mit 17,20 Notenpunkten verdiente sich Anja Raguse schließlich den Gesamtsieg – und konnte ihren „Titel“ damit verteidigen. Denn schon 2016 konnte sie im Sattel ihres Dunkelbraunen das Dressur-Finale für sich entscheiden. Dicht hinter Anja Raguse platzierte sich mit 17,00 Wertungspunkten Nicole Wanning vom ZRFV Heiden. Mit Jevers Boy, einem ebenfalls achtjährigen Rappen, trabte sie zu einer 8,4 in der A-Note und einer 8,6 in der B-Note. Zwar hatte sie im Vergleich mit der Sieger-Kür einen nicht ganz so hohen Schwierigkeitsgrad gewählt, aber dennoch zollte das Richterduo auch ihr Anerkennung. Nicole Wanning und ihr vierbeiniger Sportpartner konnten vor allem mit viel Schwung und Dynamik, toller Aufrichtung und sicherer Linienführung überzeugen. Platz drei gab es für Sylvia Peitgen (Reitstall Peitgen), die Blitz, einen zehnjährigen Braunschimmel-Hengst gesattelt hatte. Auch die Kür dieses Paares zeugte von einer anspruchsvollen Gestaltung und toller Linienführung, zudem lobten die Richter den frischen, taktsicheren Auftritt und die gut zum Pferd passende Musik. In Noten schlug sich dieses Lob wie folgt wieder: Eine 7,8 erhielt Sylvia Peitgen in der A-Note und eine 8,5 in der B-Note, insgesamt gab es also 16,30 Notenpunkte.

Michelle Tillemans gratulierten Andrea Jonas und Dr. Wilhelm Schulte-Beckhausen. Foto: Martin Schütte/HorsePowerPictures

Im Parcours traten die Finalteilnehmer sozusagen in gewohnter Manier, einem Hunterklasse 95-er-Springen, gegeneinander an. Hier legten die Richter neben eventuellen Springfehlern nicht nur ein Augenmerk auf Stil und Manier, sondern auch auf das Herausgebrachtsein von Reiter und Pferd. Eine sportlich herausragende, rundum harmonische Runde drehten Michelle Tillemans und ihr ausdrucksstarker, vermögender Reitponywallach Gershwin. Die für den RFV Dilkrath 1932 startende Reiterin und ihr neunjähriger Brauner sicherten sich dank guter Linienführung und Gleichmaß im Tempo mit einer 8,5 die Bestnote dieser Prüfung und somit den Sieg im Spring-Finale. Ebenfalls begeistert zeigten sich Hubert Uphus und Bernd-Dieter Althüser von der Vorstellung des zweitplatzierten Paares. Das waren Hanne Hilgers und Florentine, die mit einer 8,3 für ihren gelungenen Ritt belohnt wurden. Die 14-jährige dunkelbraune Rheinländerstute und ihre Reiterin waren am Start für den RFV Dülken-Viersen und zogen mit der Silberschleife auf die Ehrenrunde. Zu Platz drei sprangen Stephanie Pipke vom RFV Haar-Möhne und ihr westfälischer Wallach Quintus. Der fünf Jahre junge Dunkelfuchs galoppierte unter seiner Reiterin zu einer Wertnote von 8,1.

Wie bereits auf den beiden ersten Wertungsturnieren, den Ü40-Turnieren der PEMAG, wurde auch in Unna-Massen ein Sonderehrenpreis für feines Abreiten vergeben. Besonders pferdefreundliches Verhalten auf dem Abreitplatz wurde belohnt von Walter Saxe, dem deutschen Begründer der Masterson Method, einer Pferdebehandlung nach amerikanischem Vorbild, bei der beispielsweise Verspannungen des Pferdes durch Berührung bestimmter Punkte effektiv gelöst werden können. Über einen Gutschein für eine solch besondere „Massage“ durfte sich in der Dressur Festina, die Stute von Tanja Kaumanns, freuen. Im Springen sicherten sich Stephanie Pipke und Quintus zusätzlich diesen tollen Preis.

Hochwertige Ehrenpreise und zahlreiche Glückwünsche gab es aber natürlich auch von Dr. Wilhelm Schulte-Beckhausen und Daniela Gentz, die sich begeistert von den dargebotenen Leistungen zeigten und einmal mehr live miterlebten, wie gut der Höveler-Ü40-Cup bei seiner Zielgruppe ankommt. Und um genau das zu feiern, setzten die Sponsoren dem eh schon gelungenen Saisonabschluss noch eins oben drauf: Sie luden die Cup-Teilnehmer zu einem exklusiven Empfang mit Flying Buffet im Ehrengastbereich des eindrucksvollen Turniergeländes ein. Dieser fand nach der großen Siegerehrung statt und unterstrich die gute Laune bei allen Beteiligten. Lob und Dank gab es dabei von allen Seiten: Die Teilnehmer sprachen allesamt ihre Begeisterung für den Cup aus, und Dr. Wilhelm Schulte-Beckhausen dankte seinerseits den Startern für die rege Teilnahme. Außerdem nutzte er das festliche Beisammensein, um schon einmal eine freudige Nachricht zu verkünden: 2018 startet der Höveler-Ü40-Cup in eine weitere Runde!